Baumschädlinge bedrohen nicht nur die Gesundheit Ihrer Bäume, sondern können auch ernsthafte Risiken für Mensch und Umwelt darstellen. Besonders in Sachsen-Anhalt haben sich in den letzten Jahren Schädlinge wie der Eichenprozessionsspinner, Borkenkäfer und verschiedene Gespinstmotten stark ausgebreitet. Als Grundstückseigentümer tragen Sie nicht nur Verantwortung für Ihre Bäume, sondern unterliegen auch der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht.
Dieser umfassende Guide zeigt Ihnen, wie Sie Schädlingsbefall frühzeitig erkennen, welche professionellen Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen und wie Janssen Landschaftspflege aus Köthen Sie mit moderner Technik und biologischen Verfahren unterstützt. Sie erfahren alles über Kosten, gesetzliche Vorgaben und bewährte Präventionsmaßnahmen – damit Ihre Bäume gesund bleiben und Sie rechtlich auf der sicheren Seite sind.
Die häufigsten Baumschädlinge in Sachsen-Anhalt
Die Region Sachsen-Anhalt ist von mehreren Baumschädlingen betroffen, die unterschiedliche Baumarten befallen und verschiedene Gefahrenpotenziale mit sich bringen:
Eichenprozessionsspinner (EPS)
Der Eichenprozessionsspinner ist der gefährlichste Schädling für Menschen und Tiere in unserer Region. Die Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium giftige Brennhaare, die bei Kontakt zu schweren allergischen Reaktionen, Hautausschlägen, Atembeschwerden und in seltenen Fällen sogar zu anaphylaktischen Schocks führen können. Die Nester bleiben auch nach Jahren noch gefährlich, da die Brennhaare ihre Wirkung über lange Zeit behalten.
Betroffene Baumarten: Vor allem Eichen (Stiel- und Traubeneiche) Hauptaktivität: Mai bis Juli Gefahr: Sehr hoch – gesundheitsgefährdend für Menschen
Gespinstmotten und Goldafterraupen
Gespinstmotten umhüllen ganze Bäume oder Sträucher mit dichten, weißen Gespinsten, in denen Hunderte von Raupen die Blätter kahlfressen. Der Anblick ist oft dramatisch, aber meist erholen sich die Pflanzen nach einem Befall. Dennoch schwächen wiederholte Befälle die Bäume erheblich.
Betroffene Baumarten: Traubenkirsche, Pfaffenhütchen, Weißdorn, Obstbäume Hauptaktivität: April bis Mai Gefahr: Mittel – schwächt die Vitalität der Bäume, eine 2. Population im August möglich
So erkennen Sie Schädlingsbefall frühzeitig
Früherkennung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Schädlingsbekämpfung. Je früher Sie einen Befall entdecken, desto einfacher und kostengünstiger ist die Behandlung.
Visuelle Warnsignale
Achten Sie auf diese Anzeichen bei Ihren Bäumen:
An den Blättern:
- Verfärbungen, Flecken oder vorzeitiger Laubfall
- Löcher, Fraßspuren oder skelettierte Blätter
- Klebrige Beläge (Honigtau) oder schwarze Rußtaupilze
- Gespinste oder Nestkonstruktionen
An Stamm und Ästen:
- Kleine Bohrlöcher mit Bohrmehl am Stammfuß
- Harzfluss oder Saftaustritt
- Risse in der Rinde
- Abgestorbene Äste in der Krone
Am Boden:
- Vermehrter Blattabwurf außerhalb der Herbstzeit
- Bohrmehl-Häufchen am Stammfuß
- Vermehrter Raupenkot unter dem Baum
Professionelle Inspektionsmethoden
Während Sie als Grundstückseigentümer offensichtliche Schäden erkennen können, führen Fachbetriebe wie Janssen Landschaftspflege systematische Baumkontrollen durch:
Visuelle Baumkontrolle (VLL): Geschulte Baumkontrolleure untersuchen Bäume vom Boden aus mit speziellen Methoden nach Symptomen und Schädigungen.
Regelmäßige Kontrollen: Empfohlen werden jährliche Sichtkontrollen durch unsere geschulten Baumkontrolleure. Bei Interesse sprechen Sie uns gern an und wir erstellen Ihnen ein kostenfreies Angebot.

Wann sollten Sie handeln?
Bei diesen Anzeichen sollten Sie sofort einen Fachbetrieb kontaktieren:
- Sichtbare Nester des Eichenprozessionsspinners
- Massenhaftes Auftreten von Insekten am Baum
- Großflächiger Laubverlust außerhalb des Herbstes
- Bohrmehl am Stammfuß (Borkenkäfer-Verdacht)
Professionelle Behandlungsmethoden bei Janssen
Janssen Landschaftspflege aus Köthen setzt auf ein breites Spektrum an Bekämpfungsmethoden, die je nach Schädling, Befallsstärke und Standort individuell kombiniert werden.
Die bevorzugte Methode: Biologische Bekämpfung – agieren Sie prophylaktisch
Die umweltschonendste und für den Menschen unbedenklichste Methode ist der Einsatz biologischer Pflanzenschutzmittel.
Bacillus-Thuringiensis-Präparate gegen EPS:
Janssen setzt bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf biologische Präparate, die gezielt die Larven im zweiten bis dritten Entwicklungsstadium angreifen – bevor die giftigen Brennhaare ausgebildet werden. Das Präparat wird mit einer speziellen Sprühkanone vom Boden aus ausgebracht. Dank modernster elektrostatischer Nebelsysteme erreicht Janssen Wuchshöhen von bis zu 45 Metern. Durch die elektrostatische Aufladung haften die Tröpfchen optimal auf Blattober- und Blattunterseiten.
Vorteile:
- Ungefährlich für Menschen, Haustiere und Nützlinge
- Effektiv bei frühzeitigem Einsatz (April/Mai)
- Keine giftigen Rückstände
Mechanische Verfahren
Wenn biologische Methoden nicht mehr ausreichen oder die Saison bereits fortgeschritten ist, kommen mechanische Verfahren zum Einsatz.
Absaugen von EPS-Nestern:
Mit Spezialausrüstung und Hochleistungssaugern entfernen die Fachkräfte von Janssen die gefährlichen Raupennester direkt vom Baum. Dabei kommen Hubsteiger zum Einsatz, mit denen auch hohe Bäume erreicht werden können. Die Mitarbeiter tragen vollständige Schutzausrüstung, um sich vor den Brennhaaren zu schützen.

Abschneiden befallener Äste:
Bei starkem Befall oder bereits geschwächten Ästen wird der befallene Teil fachgerecht entfernt und sicher entsorgt.
Präventive Maßnahmen – zur Förderung der Vitalität
Janssen berät Sie auch zu vorbeugenden Maßnahmen:
- Regelmäßige Baumkontrollen
- Standortverbesserung und Bodenpflege
- Schnittmaßnahmen zur Förderung der Baumgesundheit
- Monitoring-Systeme (Pheromonfallen bei Borkenkäfern)
Gesetzliche Vorgaben und Verkehrssicherungspflicht
Als Baumeigentümer tragen Sie nicht nur Verantwortung für die Gesundheit Ihrer Bäume, sondern auch rechtliche Pflichten gegenüber Dritten.
Verkehrssicherungspflicht
Nach § 823 BGB sind Grundstückseigentümer verpflichtet, Gefahren von ihrem Grundstück abzuwenden. Das bedeutet für Baumbesitzer:
Regelmäßige Kontrollen: Sie müssen Ihre Bäume regelmäßig auf Schäden und Gefahren kontrollieren (mindestens einmal jährlich, bei älteren Bäumen zweimal jährlich).
Sofortiges Handeln bei Gefahr: Wenn ein Baum durch Schädlingsbefall instabil wird oder Teile abzubrechen drohen, müssen Sie unverzüglich Maßnahmen ergreifen.
Dokumentationspflicht: Halten Sie alle Kontrollen und durchgeführten Maßnahmen schriftlich fest. Diese Dokumentation kann im Schadensfall entscheidend sein.
Besondere Regelungen beim Eichenprozessionsspinner
Aufgrund der Gesundheitsgefährdung durch den Eichenprozessionsspinner gibt es besondere Vorgaben:
Meldepflicht: In manchen Kommunen besteht eine Meldepflicht bei Befall in öffentlichen Bereichen.
Bekämpfungspflicht: Wenn von Ihrem Grundstück eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht, können die Behörden die Bekämpfung anordnen.
Fachliche Durchführung: Die Bekämpfung darf nur von geschultem Fachpersonal mit entsprechender Schutzausrüstung durchgeführt werden.
Naturschutzrecht
Beachten Sie bei allen Maßnahmen die Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes:
Vogelschutz: Von März bis September dürfen Bäume nur in Ausnahmefällen gefällt werden (Brut- und Nistzeiten).
Artenschutz: Überprüfen Sie vor Maßnahmen, ob geschützte Arten im Baum leben (Fledermäuse, Höhlenbrüter).
Janssen Landschaftspflege kennt alle rechtlichen Anforderungen und berät Sie zu den notwendigen Genehmigungen.
Praxisbeispiele aus der Region
Janssen Landschaftspflege konnte in den letzten 13 Jahren zahlreiche Projekte in Sachsen-Anhalt erfolgreich umsetzen:
Projekt 1: Allee-Sanierung in Dessau-Roßlau
Ausgangslage: Eine historische Eichenallee war massiv vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Stadt Dessau-Roßlau wandte sich an Janssen, da die Allee an einem stark frequentierten Rad- und Wanderweg liegt.
Maßnahme: Im Frühjahr erfolgte eine biologische Behandlung mit Bacillus-Thuringiensis-Präparaten über das elektrostatische Sprühsystem. Im Sommer wurden verbliebene Einzelnester mechanisch abgesaugt.
Ergebnis: Der Befall konnte um über 95 % reduziert werden. Die Allee ist wieder gefahrlos nutzbar.
Projekt 2: Autobahnrastplätze
Ausgangslage: Befall von Bäumen an Autobahnrastplätzen in Sachsen-Anhalt durch den Eichenprozessionsspinner.
Maßnahme: Seit 13 Jahren erfolgen im Frühjahr biologische Behandlungen mit Bacillus-Thuringiensis-Präparaten über das elektrostatische Sprühsystem.
Ergebnis: Der Befall konnte um über 95 % reduziert werden. Die Rastplätze sind wieder gefahrlos nutzbar.
Projekt 3: Privatgrundstück in Köthen
Ausgangslage: Auf einem privaten Grundstück wurden alte Obstbäume von Gespinstmotten befallen.
Maßnahme: Die Nester wurden entfernt und die Bäume mit einem biologischen Mittel nachbehandelt.
Ergebnis: Die Bäume erholten sich innerhalb einer Saison vollständig.
Projekt 4: Stadt Delitzsch – Waldgebiet
Ausgangslage: In einem Waldgebiet der Stadt Delitzsch waren über 500 Bäume mit dem Eichenprozessionsspinner befallen.
Maßnahme: Die Raupennester wurden mittels Hochleistungssaugern und einer Spezialausrüstung entfernt.
Ergebnis: Das Waldgebiet konnte wieder bedenkenlos betreten werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner wirklich?
Sehr gefährlich. Die Brennhaare der Raupen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das schwere allergische Reaktionen auslösen kann. Symptome reichen von Hautausschlägen und Juckreiz über Atemwegsprobleme bis hin zu Schockzuständen. Die Brennhaare bleiben auch in alten Nestern jahrelang wirksam.
Kann ich EPS-Nester selbst entfernen?
Nein, auf keinen Fall! Die Entfernung von Nestern darf nur von Fachpersonal mit vollständiger Schutzausrüstung durchgeführt werden. Jeder Kontakt kann gefährlich sein.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine biologische Behandlung?
Der optimale Zeitpunkt liegt zwischen April und Mai, wenn die Raupen im zweiten bis dritten Larvenstadium sind und noch keine Brennhaare gebildet haben.
Sind die biologischen Mittel unbedenklich für Haustiere?
Ja, Bacillus-Thuringiensis-Präparate sind für Säugetiere, Vögel und Nützlinge ungefährlich. Sie wirken spezifisch auf die Larven bestimmter Schmetterlinge.
Wie oft sollte ich meine Bäume kontrollieren lassen?
Grundsätzlich wird eine jährliche Kontrolle empfohlen. Bei älteren Bäumen oder nach Stürmen sind Kontrollen zweimal jährlich sinnvoll.
Können befallene Bäume sich wieder erholen?
Das hängt vom Schädling und vom Befallsgrad ab. Gespinstmotten-Befall überstehen Bäume meist gut.
Schützen Sie Ihre Bäume und erfüllen Sie Ihre Verkehrssicherungspflicht!
Lassen Sie Ihre Bäume von den Experten der Janssen Landschaftspflege kontrollieren. Unsere Fachleute beraten Sie kompetent und erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.





